Dein Smart TV spielt kein Amazon Prime mehr ab, obwohl du alles probiert hast: Die versteckte Lösung kennen nur wenige

Wer kennt es nicht: Man macht es sich gemütlich auf dem Sofa, freut sich auf die neueste Serie oder den langersehnten Film – und dann schlägt Amazon Prime Video mit der frustrierenden Meldung „Dieses Video ist derzeit nicht verfügbar“ zu. Besonders ärgerlich wird es, wenn das Problem ausgerechnet auf dem Smart TV oder einem älteren Gerät auftritt. Doch keine Sorge: In den meisten Fällen lässt sich das Problem mit einigen gezielten Handgriffen beheben.

Warum zeigt Prime Video diese Fehlermeldung überhaupt?

Bevor wir uns den Lösungen widmen, lohnt sich ein Blick auf die Ursachen. Die Fehlermeldung kann verschiedene Gründe haben: veraltete App-Versionen, Kompatibilitätsprobleme mit älteren Geräten, fehlerhafte Cache-Daten oder schlichtweg die Tatsache, dass dein Gerät von Amazon nicht mehr offiziell unterstützt wird. Gerade bei Smart TVs, die vor mehreren Jahren gekauft wurden, kann es vorkommen, dass Amazon den Support eingestellt hat – eine unbequeme Wahrheit, die viele Nutzer erst beim Auftreten solcher Fehler erfahren.

Schritt 1: Gerätekompatibilität prüfen

Der erste Schritt sollte immer die Überprüfung der Gerätekompatibilität sein. Amazon führt auf seiner offiziellen Website eine detaillierte Liste aller unterstützten Geräte. Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert, und ältere Modelle fallen gelegentlich heraus. Besonders betroffen sind ältere Smart TVs sowie bestimmte Set-Top-Boxen und Blu-ray-Player, die möglicherweise nicht mehr mit den aktuellen Systemanforderungen kompatibel sind.

Um nachzusehen, ob dein Gerät noch unterstützt wird, besuche die Amazon-Hilfeseite und suche nach „Prime Video unterstützte Geräte“. Dort findest du die komplette Auflistung nach Herstellern sortiert. Geräte von Sony, Samsung, LG, Panasonic und Philips gehören zu den gängig unterstützten Modellen. Falls dein Gerät nicht mehr aufgeführt ist, erklärt das die Fehlermeldung – bedeutet aber nicht zwangsläufig das Ende deiner Streaming-Möglichkeiten.

Die klassischen Lösungsansätze, die wirklich funktionieren

App-Update durchführen

Eine veraltete Prime Video App ist einer der häufigsten Übeltäter. Alte Softwareversionen können Leistungsmängel verursachen, die zu Wiedergabeproblemen führen. Streaming-Dienste passen ihre Apps kontinuierlich an neue Sicherheitsstandards und Funktionen an. Ohne regelmäßige Updates kann es daher zu Fehlermeldungen kommen.

Je nach Gerät unterscheidet sich der Update-Vorgang leicht. Bei Samsung Smart TVs navigierst du zu „Apps“, markierst die Prime Video App, drückst die „Options“-Taste und wählst „Apps aktualisieren“. Auf LG Smart TVs öffnest du den LG Content Store, suchst nach Prime Video und prüfst, ob ein Update verfügbar ist. Android TV und Google TV Nutzer finden die Updates im Google Play Store unter „Meine Apps“, während Fire TV Besitzer über „Einstellungen“, dann „Anwendungen“ und „Installierte Anwendungen verwalten“ zur Prime Video App gelangen, wo sie „Update“ auswählen können.

Cache und Daten löschen – der unterschätzte Problemlöser

Cache-Dateien sind temporäre Daten, die Apps speichern, um schneller zu laden. Manchmal werden diese Dateien jedoch beschädigt und verursachen Fehler. Das Vorhandensein zwischengespeicherter Dateien stört oft das Videostreaming auf dem Gerät. Das Löschen des Caches ist daher oft die schnellste Lösung und beeinträchtigt deine Watchlist oder Einstellungen nicht.

Öffne die Einstellungen deines Geräts und navigiere zu „Apps“ oder „Anwendungen“. Suche Prime Video in der Liste und wähle „Speicher“ oder „Cache“. Tippe auf „Cache leeren“ und anschließend auf „Daten löschen“. Wichtig: Nach dem Löschen der Daten musst du dich erneut bei Prime Video anmelden. Halte also deine Zugangsdaten bereit.

Der gute alte Neustart

Es klingt banal, aber ein kompletter Neustart des Geräts behebt überraschend viele Probleme. Und nein, den TV einfach aus- und wieder einzuschalten reicht nicht. Trenne das Gerät sowie alle angeschlossenen Receiver oder Soundbars vom Stromnetz, damit sich das System aktualisieren kann. Dadurch werden temporäre Systemfehler zurückgesetzt, die im Hintergrund Probleme verursachen können.

Neuinstallation als letzter Ausweg

Wenn alle anderen Schritte fehlschlagen, bleibt die komplette Neuinstallation der App. Deinstalliere Prime Video vollständig von deinem Gerät und installiere sie anschließend frisch aus dem jeweiligen App-Store. Dieser Prozess entfernt alle fehlerhaften Dateien und gibt der App einen sauberen Start. Bei vielen Smart TVs ist die Prime Video App bereits vorinstalliert, ansonsten findest du sie im entsprechenden App-Store deines Geräteherstellers.

Clevere Alternativen für ältere Geräte

Falls dein Smart TV tatsächlich nicht mehr unterstützt wird, gibt es mehrere praktikable Workarounds, die dein Streaming-Erlebnis retten können.

Fire TV Stick – die naheliegende Lösung

Ein Fire TV Stick verwandelt jeden Fernseher mit HDMI-Anschluss in ein aktuelles Streaming-Center. Der Vorteil: Amazon stellt sicher, dass Prime Video auf eigenen Geräten immer einwandfrei funktioniert. Zusätzlich erhältst du Zugang zu allen anderen Streaming-Diensten und eine deutlich flüssigere Bedienung als bei den meisten älteren Smart TVs. Diese Geräte funktionieren in der Regel auch beim Streamen auf älteren Fernsehern ohne Probleme.

Alternative Streaming-Geräte

Neben dem Fire TV Stick eignen sich auch Chromecast mit Google TV, Apple TV oder Roku-Geräte hervorragend. Diese Streaming-Sticks und -Boxen werden regelmäßig aktualisiert und bieten oft eine bessere Performance als die in Smart TVs verbaute Hardware. Sie sind besonders hilfreich, wenn dein Fernseher keine native Prime Video-Unterstützung mehr bietet oder die vorhandene App nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert.

Netzwerkprobleme nicht außer Acht lassen

Manchmal liegt das Problem gar nicht am Gerät selbst, sondern an der Internetverbindung. Überprüfe deine Verbindungsgeschwindigkeit mit einem Speedtest und stelle sicher, dass dein Router nicht zu weit vom Streaming-Gerät entfernt steht. Eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung ist immer stabiler als WLAN und kann viele Wiedergabeprobleme von vornherein vermeiden. Besonders bei 4K-Inhalten benötigst du eine stabile Leitung mit mindestens 25 Mbit/s, um Unterbrechungen zu vermeiden.

Wenn gar nichts hilft: Amazon-Support kontaktieren

Sollten alle genannten Lösungen nicht greifen, könnte ein spezifischeres technisches Problem vorliegen. Der Amazon-Support ist in solchen Fällen erstaunlich hilfsbereit und kann oft gerätespezifische Lösungen anbieten oder bestätigen, ob es aktuell bekannte Serverprobleme gibt. Der Support ist rund um die Uhr über Chat, E-Mail oder Telefon erreichbar und hat Zugriff auf detaillierte Fehlerprotokolle, die bei der Diagnose helfen können.

Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt sich das Problem „Video ist derzeit nicht verfügbar“ mit den oben beschriebenen Schritten beheben. Meistens reicht bereits das Löschen des Caches oder ein einfaches App-Update. Bei älteren Geräten lohnt sich die Investition in einen Streaming-Stick allemal – nicht nur für Prime Video, sondern für ein insgesamt verbessertes Entertainment-Erlebnis. Die meisten dieser Geräte kosten weniger als 50 Euro und machen aus jedem älteren Fernseher ein modernes Streaming-Kraftpaket.

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