Deine PS5 kann viel mehr als 60Hz: Der versteckte Trick für doppelt so flüssiges Gaming

Die PlayStation 5 hat das Gaming auf ein neues Level gehoben – nicht nur durch ihre beeindruckende Hardware, sondern auch durch Features wie die 120Hz-Bildwiederholrate. Wer einmal erlebt hat, wie flüssig Spiele bei dieser Bildfrequenz laufen, möchte nichts anderes mehr. Doch die Aktivierung dieser Funktion kann manchmal zur Herausforderung werden, wenn man nicht genau weiß, worauf es ankommt.

Warum 120Hz den Unterschied machen

Bevor wir ins technische Detail gehen, lohnt sich ein Blick darauf, warum 120Hz überhaupt erstrebenswert sind. Die Bildwiederholrate gibt an, wie oft pro Sekunde das Bild auf dem Bildschirm aktualisiert wird. Bei 60Hz geschieht das 60 Mal pro Sekunde – Standard für die meisten Konsolen der letzten Generation. Bei 120Hz verdoppelt sich dieser Wert, was zu merklich flüssigeren Bewegungen führt. Besonders in schnellen Actionspielen oder Shootern wird dieser Unterschied sofort spürbar: Kameraschwenks wirken geschmeidiger, Reaktionszeiten verkürzen sich minimal, und das gesamte Spielerlebnis fühlt sich direkter an.

Die Hardware-Voraussetzungen im Detail

Nicht jeder Fernseher oder Monitor kann mit 120Hz umgehen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, und es lohnt sich, die technischen Spezifikationen genau unter die Lupe zu nehmen.

Das HDMI-Kabel als kritischer Faktor

Ein häufig unterschätztes Element ist das HDMI-Kabel selbst. Die PS5 wird standardmäßig mit einem HDMI 2.1-Kabel ausgeliefert, das bis zu 48 Gbps Datenübertragungsrate ermöglicht. Dieses Kabel sollte auch verwendet werden, um die bestmögliche Leistung zu erzielen. Wer dennoch ein anderes Kabel nutzen möchte, sollte auf die Zertifizierung als „Ultra High Speed HDMI“ achten. Diese Kabel tragen oft ein entsprechendes Label und sind als HDMI 2.1-kompatibel gekennzeichnet. Wichtig zu wissen: Die PS5 stellt 120Hz in der Regel nicht in nativer 4K dar, sondern arbeitet mit 1080p oder 1440p, hochskaliert auf 4K. Für diese Auflösungen würde theoretisch auch HDMI 2.0 ausreichen, dennoch ist HDMI 2.1 empfehlenswert für beste Kompatibilität und zukunftssichere Nutzung.

Der richtige HDMI-Port am Fernseher

Hier wird es besonders knifflig: Viele moderne Fernseher verfügen zwar über HDMI 2.1, aber nicht jeder HDMI-Anschluss am Gerät unterstützt den vollen Funktionsumfang. Manche Hersteller statten nur einen oder zwei der vier Ports mit HDMI 2.1 aus. Diese sind manchmal speziell gekennzeichnet – etwa als „HDMI 2.1“, „eARC“ oder „Gaming Port“. Ein Blick ins Handbuch des Fernsehers schafft Klarheit. Die PS5 sollte unbedingt an einem dieser vollwertigen HDMI 2.1-Ports angeschlossen werden, sonst bleibt die 120Hz-Option grau hinterlegt oder gar nicht erst sichtbar.

So aktivierst du 120Hz auf der PS5

Nachdem die Hardware-Seite geklärt ist, geht es an die Software-Konfiguration. Die PS5-Benutzeroberfläche ist intuitiv gestaltet, dennoch verstecken sich manche Einstellungen in Untermenüs. Öffne das Einstellungsmenü über das Zahnrad-Symbol oben rechts im Hauptmenü. Navigiere zu „Bildschirm und Video“ – hier findest du alle relevanten Optionen für die Bildausgabe. Wähle „Video-Output“ aus, und du gelangst zu einem weiteren Untermenü mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten.

Suche nach der Option „120 Hz-Ausgabe“ und stelle sie auf „Automatisch“. Diese Einstellung ermöglicht es der PS5, die Bildwiederholrate dynamisch anzupassen – Spiele, die 120Hz unterstützen, werden automatisch in diesem Modus dargestellt, während andere bei 60Hz bleiben. Das ist die eleganteste Lösung, da du nicht manuell zwischen Modi wechseln musst. Um sicherzugehen, dass alles korrekt funktioniert, kannst du im selben Menü die Option „Video-Output-Informationen“ aufrufen. Hier zeigt dir die PS5 detailliert an, welche Auflösung und Bildwiederholrate aktuell aktiv sind. Siehst du hier eine Bestätigung für 120 Hz, ist alles perfekt konfiguriert.

Problemlösung wenn 120Hz nicht verfügbar sind

Manchmal bleibt die Option trotz korrekter Hardware ausgegraut oder wird gar nicht erst angezeigt. Dafür gibt es mehrere mögliche Ursachen, die sich aber meist schnell identifizieren lassen.

Fernseher-Einstellungen überprüfen

Viele moderne Fernseher haben eigene Einstellungen, die HDMI 2.1-Features erst freischalten müssen. Diese tragen Namen wie „HDMI Enhanced Mode“, „HDMI Deep Color“, „Ultra HD Deep Colour“ oder „Enhanced Format“. Je nach Hersteller können die Bezeichnungen variieren. Diese Optionen finden sich meist in den HDMI-Einstellungen des Fernsehers und müssen für den entsprechenden Port aktiviert werden. Ohne diese Aktivierung läuft der Port im Kompatibilitätsmodus, der die volle Leistung nicht zulässt.

HDR und 120Hz gleichzeitig

Manche Fernseher haben Schwierigkeiten, HDR und 120Hz gleichzeitig darzustellen. Falls du Probleme feststellst, kannst du in den PS5-Einstellungen unter „Video-Output“ die HDR-Option temporär deaktivieren und testen, ob 120Hz dann funktioniert. Das ist zwar ein Kompromiss, zeigt aber, wo der Engpass liegt. Ein Firmware-Update des Fernsehers kann solche Kompatibilitätsprobleme häufig beheben.

Welche Spiele unterstützen 120Hz?

Nicht jedes PS5-Spiel nutzt die hohe Bildwiederholrate. Die Entwickler müssen ihre Games gezielt dafür optimieren, was oft mit grafischen Kompromissen einhergeht – etwa bei Auflösung oder Effektqualität. Zu den bestätigten Titeln mit 120Hz-Support gehören große Namen wie Call of Duty und Fortnite. Die Liste wächst kontinuierlich, da immer mehr Entwickler Updates veröffentlichen, die dieses Feature nachträglich hinzufügen. Viele Spiele bieten mehrere Grafikmodi an, und oft ist 120Hz nur im Performance-Modus verfügbar, während der Qualitätsmodus auf 60Hz bei höherer Auflösung oder besseren Effekten setzt.

Diese Einstellungen finden sich meist im Grafikmenü des jeweiligen Spiels, nicht in den PS5-Systemeinstellungen. In den Spielvoreinstellungen der PS5 kannst du zudem den Leistungsmodus als Standard auswählen, damit unterstützte Spiele automatisch die höhere Bildrate bevorzugen. Es lohnt sich, nach dem ersten Start eines neuen Titels direkt ins Grafikmenü zu schauen und den gewünschten Modus auszuwählen.

Lohnt sich der Aufwand?

Die Antwort hängt von deinen Gaming-Gewohnheiten ab. Wer hauptsächlich Story-basierte Spiele mit gemächlicherem Tempo spielt, wird den Unterschied kaum bemerken. Für Fans von Multiplayer-Shootern, Rennspielen oder schnellen Action-Titeln ist 120Hz hingegen ein merklicher Vorteil. Die flüssigere Darstellung verbessert nicht nur die Optik, sondern kann auch die Input-Latenz minimal reduzieren – ein Faktor, der im kompetitiven Gaming durchaus relevant sein kann.

Die Einrichtung erfordert zwar etwas technisches Verständnis und möglicherweise die eine oder andere Anpassung in den Einstellungen, doch der Aufwand lohnt sich definitiv. Wer einmal das Potenzial seiner PS5 mit 120Hz ausgeschöpft hat, wird den Unterschied zu schätzen wissen und nicht mehr missen wollen. Die Investition in einen HDMI 2.1-fähigen Fernseher zahlt sich hier aus und zeigt, wie zukunftssicher die aktuelle Konsolengeneration tatsächlich ist.

Spürst du den Unterschied zwischen 60Hz und 120Hz?
Riesiger Unterschied sofort sichtbar
Nur bei schnellen Spielen
Kaum bis gar nicht
Habe noch kein 120Hz Display
Wusste nicht dass PS5 das kann

Schreibe einen Kommentar